Mit ihrem viertem Album «Inklings» scheuen sich House of Aall nicht mehr, das Erbe von Mark E. Smith und The Fall zu übernehmen. «Ours Is The Fall», deklariert Sänger Martin Bramah im gleichnamigen Song, «tyrannical power, drag me no more.» Das stimmt so natürlich nicht, denn wie jeder Fan der legendären Band aus Manchester weiss, hat deren Leader in den 40 Jahren seines Schaffens gegen 40 Musiker aus seiner Band entlassen und erklärt: «Wenn auf der Bühne ich und deine Oma an den Bongos sind, dann ist es The Fall.» Smith verstarb 2018, seither bleibt uns nur noch Oma an den Bongos. House of All rekrutieren sich aus dem grossen Fundus ehemaliger Fall-Musiker, neben Gründungsmitglied Bramah sind dies Wummer-Bassmann Steve Hanley, Gitarrist Pete Greenway und die beiden legendären Drummer Karl Burns und Simon Wolstencroft. Die Band hat denn auch keine Probleme, zu klingen wie The Fall. Die scharfen Riffs, die harten Basslinien, die treibenden Rhythmen des Doppelschlagzeugs sind da – aber es fehlt His Master‘s Voice. «Inklings» wird jenen gefallen, die sich The Fall immer eine Spur kommerzieller gewünscht haben. Richtige Fall-Fans werden das Schnarren vom Smith über Tracks wie «Wrecked » oder «Rebel Duke» schmerzlich vermissen. rel.
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