Jesper Munk – Best of … Live  

Vom umjubelten Blueswunderknaben, der als Teenager mit der Stimme eines Erwachsenen begeisterte, über den souligen Crooner hin zum Musiker mit eigenwilligerer Ausrichtung: Der erst 33-jährige Berliner mit Münchner Roots hat in seiner doch schon recht langen Karriere einige Auf und Abs mit Major-Deal & Co erlebt und ging verschlungene Pfade, die ihn zuletzt wieder geerdet hatten. Gleich zwei Livealben stehen unter dem Titel «Best of…Live» als Doppelalbum bereit, auf seinem jüngst gegründeten eigenen Label. Eines der Livealben, mit seiner dreiköpfigen Begleitband The Cassette Heads, bei zwei Clubshows in München und Hannover eingespielt, kommt noch recht konventionell daher. Zeigt aber auch hier seine beeindruckende Bandbreite. Die zweite Platte ist dann schlicht grossartig, was auch an den Gästen liegt. Lässt sich Jesper Munk doch hier vom Deutschen Filmorchester Babelsberg begleiten. Eingespielt in Nikolaisaal in Potsdam, ist bereits der Einstieg famos: breitwandiger Kammerpop auf 8 Minuten mit grossem Orchester. Hören wir auf der anderen Platte «Clean» in der reduzierten Fassung, gewinnt der Tack hier durch die Orchesterversion noch erheblich dazu. tb.

Junk Records

Live: 21.10., Albani, Winterthur

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