Steht wirklich bereits wieder Rave-Revival an? Die psychedelischste aller Britpop-Bands ist jedenfalls zurück: Kula Shaker, benannt nach dem indischen Herrscher und Weisen aus dem 9. Jahrhundert, Kulashekhara. Zur Blütezeit des Britpop war das Quartett mit dem Hit «Tattva» international in aller Ohren, seither dreimal getrennt und wieder vereint. Schon mit dem Debütalbum «K» 1996 trafen Kula Shaker einen Nerv. Sie webten spirituelle und mystische Elemente in ihre Musik und Texte, treibende Rhythmen und buddhistische Chants – die Mischung passte zur Ecstasy-Welle, die damals um die Welt zog. 30 Jahre später liefern Kula Shaker mit «Wormslayer» ihr gehaltvollstes Werk ab, eine Art Konzeptalbum basierend auf einer Geschichte, die Bandleader Crispian Mills’ Grossmutter gesponnen haben soll: Wie mit Erfindungsgeist gegen gefrässiges Gewürm und kapitalistische Drachen angekämpft werden kann. Und nach mehrmaligen Hören lässt sich feststellen: Mit dem Wormslayer lässt sich auf die Reise in diese neue Welt gehen, er hat mehrere Ohrwürmer, die sich erst mit der Zeit einnisten.
rel.
