Momoko Gill – Momoko

Das erste Lied ist nach einem Satelliten benannt.  Und wirklich: Ein galaktisches Bimmeln und Klingeln dringt von ferne zu uns herüber. Kündet von luftigen Höhen. Und dann erst dieses Singen! Eine solche Stimme kann nur aus dem Himmel kommen. Die Worte so sanft, als seien sie einer fernen Welt entsprungen, irgendwo über den Wolken. Einer Welt, in der alles ist wie hier – nur dass die Menschen dort noch an die Schönheit glauben. Unter solch edlen Wesen muss Momoko Gill aufgewachsen sein. Doch nun ist sie hier – zu unserem Glück. Sie nimmt Schlagzeuge, Klaviere, Harfen, Flöten und haucht ihnen magisches Leben ein.  So entstehen Songs mit Seele, Groove und einer Prise Zauber. Vier Stücke himmlischer Musik, fürs Erste. Dann verdunkelt sich die Szenerie, der Ton wird nachdenklich.  «Shadowboxing» eerzählt von Ängsten, Schmerz, Verletzlichkeit. Auch wer über dem Boden schwebt, gerät von Zeit zu Zeit ins Taumeln. So sehr, dass auf  einmal von Alpträumen die Rede ist, vom Sterben gar. Aber der Glaube an die Schönheit kann uns retten. Vielleicht ist das auch die Botschaft des Protestsongs «When Palestine Is Free». Glauben: Im letzten Lied gesteht Momoko Gill, dass sie an Wunder glaubt. Und nach so einem Album tun wir es auch. cmd.
 
Strut

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