Ratboys – Singin‘ to an Empty Chair

Bei einem Bandnamen wie Ratboys denkt man erst mal nicht unbedingt, dass eine Frau mit dabei ist. Die Band heisst aber so, weil Ratboy der Highschool- Spitzname von Julia Steiner war, deren Sängerin und Gitarristin. Als die Musikerin später, um 2010, an der Uni den Gitarristen Dave Sagan kennenlernte und sie zusammen erste Aufnahmen auf Bandcamp stellten, taten sie dies unter diesem Spitznamen, woraus dann Ratboys wurde. Nun hat das mit Marcus Nuccio (Drums) und Sean Neuman (Bass) komplettierte Quartett aus Chicago, Illinois, bereits sein sechstes Album herausgebracht. Auf «Singin’ to an Empty Chair» sind die selbstreflexiven und teils schonungslosen Texte, etwa über Beziehungen, stark von Steiners Erfahrung durch eine Psychotherapie beeinflusst. Musikalisch pendeln die elf Stücke zwischen Indierock und Americana, wobei der Song «Light Night Mountains All That», gemäss der Sängerin eine Art «Wurmloch-Jam», eine überraschende Ausnahme bildet. Für den kompakten Sound zwischen Schlagzeug, Bass und den warm verzerrten Gitarren dürften neben der Band selber der Produzent Chris Walla und die Aufnahmen im Studio von Steve Albini mitverantwortlich sein. Eines dieser Alben, die nach mehrmaligem Hören noch besser werden und an Tiefe gewinnen. sv.
 
New West

Video: https://www.ratboysband.com/video

Youtube (Ratboys «Anywhere»): https://youtu.be/KYUMoL9FrIA?si=78aVSRU1WkdSuJl3

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.