Hatum ist die Grossmutter der am Ammersee zum Sound von DAF aufgewachsenen und heute in München lebenden Sängerin Sinem. Ihr Konterfei ziert den Umschlag des zweiten Albums ihrer Enkelin. Es ist dies der Tribut an eine willensstarke Frau, die einst auf eigene Faust aus der anatolischen Heimat nach Oberbayern zog, sich alsbald feste Arbeit sicherte und auf diese Weise ermöglichte, dass sich Ehemann samt Kinder zu ihr gesellen konnten. Das ebenfalls Sinem genannte Trio mit dem als Produzent waltenden Schlagzeuger Tom Wu kam zusammen, als Grossmutter und Enkelin das Bedürfnis verspürten, im Rahmen ihrer 80-Jahre-Geburtstagsparty einen Evergreen aus der anatolischen Popgeschichte zum Besten zu geben.
Das neue Album nun pendelt zwischen Evergreens und Eigenkompositionen und beginnt stark mit einem kraftvoll interpretierten Evergreen und der rotzigen Sinem-Nummer «Bana Ne», gesungen wie alles in der Sprache von Anatolien. Ein laut zu hörendes Album, das da und dort gern noch eine Spur ruppiger hätte sein dürfen. hpk
Fun in the Church/Staatsakt
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