Waterbaby – Memory Be a Blade

Waterbaby – Memory Be a Blade

Für ihr Debütalbum «Memory Be a Blade» liess sich Waterbaby vom Ende einer früheren Beziehung inspirieren – und während sie die Songs schrieb, endete ihre neue Beziehung. Das ist fürwahr nicht der Stoff, aus dem fröhliche Songs entstehen. Die schwedische Singer/Songwriterin erliegt indes nicht der Versuchung, sich in Selbstmitleid zu suhlen, sondern beschwört ihre vergangenen, gegenwärtigen und wohl auch zukünftigen Emotionen in einer Mischung aus schwärmerischer Nostalgie und beschwingter Melancholie. Waterbabys subtiler, introspektiver Folk-Pop lebt vor allem von seinen Arrangements: Der Beat ist oft lüpfiger, als es der Herzschmerz erlaubt, und ihre zurückhaltende Stimme legt sie in ein weiches Bett zarter Streicher, manchmal ergänzt durch leise Bläser. So pendeln ihre Songs zwischen Zuversicht und Trauer, zwischen dem Blick in die Vergangenheit und der Vorfreude auf die Zukunft. Aus den acht Songs ragen vor allem der Titelsong, eine echte Indiepop- Perle, und «Amiss» heraus, das Waterbabys grosse Gefühle walzernd umkreist. Die zwei Songs hingegen, die Waterbaby mit ihrem Bruder, dem Rapper ttoh, aufgenommen hat, fallen ab: Die Fusion von Folk- Pop, Rap und Autotune überzeugt nicht so recht. Dennoch: «Memory Be a Blade» ist ein schönes Versprechen für die Zukunft. cg.

Sub Pop/Irascible

Youtube: https://youtu.be/OFlA8o7HDV0?si=rOhXqZwA5rXQqlHQ

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