Alex Edkins war das führende Licht der in Toronto beheimateten Post-Post-Punks Metz. Fünf dreckige, laute Alben hatte das Trio auf dem Buckel, als es vor knapp zwei Jahren aufhörte. Zu dem Zeitpunkt hatte Edkins mit seinem Nebenprojekt Weird Nightmare bereits ein ganzes Album und eine Handvoll Singles veröffentlicht. Sein zweiter Streich, «Hoopla», heimst allerhand schwärmerische Rezensionen ein. Nun, ich muss gestehen, dass ich nach der ersten flüchtigen Bekanntschaft nicht das Gefühl hatte, mich näher mit diesem Album auseinandersetzen zu wollen. Edkins lebt hier seine Vorliebe für Powerpop und anverwandte Indie-Gitarrensounds aus. Nichts, so mein Eindruck, was man bei Bands wie Lemonheads, The Posies oder Teenage Fan Club nicht auch schon spannender gehört hätte. Inzwischen habe ich mein Urteil ein bisschen revidiert – aber nur ein bisschen. Ja,«.Hoopla» ist abwechslungsreicher, als ich im ersten Moment glaubte. Highlights sind das lustig rockende «Little Strange» und «Bright City Lights» mit seiner heiteren Jingle-Jangle-Melodie und Gastsängerin Juliana Riolino. Dazwischen aber kommen klischeebeladene Garstigkeiten. Don’t take my word for it: Andere Rezensionen zeigen mir, dass ich mit meiner Meinung ziemlich allein im Schilf stehe. hpk.
Sub Pop/Irascible
