Pflichttermine

Trinken mit The Düsseldorf Düsterboys

Es riecht nach Kaffee aus der Küche, und das ist immerhin der einzige Ansporn, den Tag jeweils in Angriff zu nehmen. Aber wenn die Troubles doch überhand nehmen, ruft man dann doch noch Mama an. So, wie das The Düsseldorf Düsterboys auf ihrem aktuellen Album «Nenn mich Musik» machen. «Oh Mama, hol mich aus den Troubles raus», singen Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti da, während das Klavier und die Orgel einen sehr sanften Drone-Blues spielen. Und so gehts weiter bei dieser Band aus Essen, die quasi die Miniatur-Version von International Music sind: Man raucht Kippen, klagt über die harte Arbeit, trinkt – eben – Kaffee aus der Küche, haut den Nagel in die Wand, singt den Lieblingsfussballclub an und trippt langsam durch diesen sich entspinnenden Alltag, weil die Düsterboys ihre Folk-Musik wunderbar psychedelisieren. «Nenn mich Musik» ist jedenfalls eines der schönen deutschsprachigen Alben des Jahres, und die anstehenden Schweizer Konzerte geben Ansporn, das neue Jahr, so es dann ansteht, zuversichtlich in Angriff zu nehmen. (bs)

21.1., Helsinki, Zürich; 2.1., Bad Bonn, Düdingen

 

Exklusiv in der Printausgabe

• Verwirren mit Sham 69 (6.12., Humbug, Basel; 7.12., Rote Fabrik, Zürich)
• Verweilen mit The Young Gods (14.12., Rote Fabrik, ZH; 20.12., Fri-Son, Fribourg; 21.12., Alhambra, Genf)
• Tote ausgraben mit Voodoo Jürgens (22.12., Bogen F, Zürich; 24.1., Bad Bonn, Düdingen)

 

Weitere Konzertdaten gibt’s hier.