Pflichttermine

Flirten mit Lucy Kruger & The Lost Boys

Mal angenommen, man hätte einen Interviewtermin mit der südafrikanischen Musikerin Lucy Kruger ergattert. Dann könnte man mit einer sachlichen Beobachtung einsteigen: Was hat es auf sich mit diesen nackten, nassen Frauen auf den Covers ihrer Alben? Frau Kruger würde uns ein verträumtes Lächeln schenken, so tun, als müsste sie nachdenken, und dann sagen: Wer untertauchen will, ist doch besser dran, wenn er vorher die Kleider ablegt. Vielleicht kurz kichern wegen der geheimnisvollen Vagheit dieser Antwort. Und dann, weit draussen im Meer, umspielt von Seetang und salzigem Schaum, da wird man eben nass. Würde sie sagen. Und ja: Das mit dem Abtauchen, das wäre natürlich eine Anspielung auf Ihr Debütalbum von 2017. Da geht es ja immer tiefer und tiefer in die Bodenlosigkeit hinab, stimmungsmässig. Sie hat sich finden müssen im Halbdunkel, im Halblaut. Oder heisst das, was sie da meinen würde: Halbstill? Jedenfalls ist sie jetzt, acht Jahre später, wieder an Land gegangen. Und davon würde sie erzählen. Sich zurücklehnen. Das Haar, es trieft noch – metaphorisch gesprochen. Lucy Kruger hat Luft geholt – und jetzt erklingt ihre ureigene Stimme. Langsam, finster, tropfend. Irgendwie lasziv. So, dass man ihr lange zuhören möchte. Und nichts mehr fragen. (cmd)
 
3.3., Spinnerei, Bern
5.3., Kiff, Aarau

 

Polarisieren mit Morrissey

7.3., The Hall, Zürich

 

Bulldozern mit Nathalie Froehlich

12.3., Le Romandie, Lausanne
13.3., Dachstock, Bern 
14.3., Zentralwäscherei, Zürich 

 

Brodeln mit Kid Kongo

16.3., Bogen F, Zürich 

 

Konzerte in der allerletzten Insel an der Sihl: El Lokal, Zürich

 

Viel Mehr Konzertdaten gibt’s hier.